Bayerische Strategie zur Wasserkraft

am Mittwoch, 18 April 2012. veröffentlicht in Energiegewinnung, Energiewende

I. Aktuelle Situation

Die Wasserkraft ist aufgrund langer Tradition derzeit mit einem Anteil von etwa 60 Prozent an der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien die wichtigste, allerdings auch weitgehend erschlossene regenerative Energiequelle in Bayern.
 
Im Jahr 2010 betrug der Anteil der Energie aus Wasserkraft am Stromverbrauch Bayerns rund 15 % und lag damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von rund 3%.

II. Beitrag der Wasserkraft zur Energiewende

 
Bis zum Jahr 2021 soll die Wasserkraft rund 17 % des bayerischen Stromverbrauchs decken. Dazu sollen die noch vorhandenen Potenziale zur Wasserkraftnutzung verstärkt genutzt und umweltverträglich ausgebaut werden.
 
Die bestehenden Möglichkeiten, eine Steigerung der Wasserkraftnutzung mit gewässerökologischen Verbesserungen (insb. Durchgängigkeit) zu verbinden, müssen genutzt werden.
 
Bei behördlichen Entscheidungen über Wasserkraftvorhaben müssen neben den Zielsetzungen des Hochwasserschutzes, der Gewässerökologie und des Naturschutzes die Belange der Energieerzeugung qualifiziert berücksichtigt werden.
 

III. Konkrete Umsetzungsschritte

 
Balance der Interessen der Nachhaltigkeit
  • Zwischen Wasserkraftnutzung und Gewässerökologie muss eine transparente, auf Nachhaltigkeitskriterien basierende Interessenabwägung vorgenommen werden.
  • Bei der Abwägung kommt vor dem Hintergrund der Energiewende den Energie- und Klimaschutzbelangen künftig mehr Gewicht zu, weil
  • Wasserkraft eine Stromerzeugung aus regenerativer Energie ist. Sie trägt zur Vermeidung von CO2-Emissionen bei.
  • Wasserkraft eine heimische, sichere und zuverlässige Energiequelle ist. Sie ist ständig verfügbar und grundlastfähig und trägt zur Netzstabilität bei. 
 
Im nächsten Post lesen Sie das zugehörige 10-Punkteprogramm der bayerischen Staatsregierung zum Ausbau der Wasserkraft.

 

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