Klimaschutz und Kommunen - Erneuerbare Energien und Kommunale Netzwerke

am Donnerstag, 10 November 2011. veröffentlicht in Energiegewinnung, Energiewende

Erneuerbare Energien

 
Auf Dauer darf der Mensch nur die Energie nutzen, die der Erde täglich von der Sonne zuströmt, also direkt oder indirekt von der Sonne gespeiste erneuerbare Energiequellen. Auch sie können aber bei ihrer Gewinnung und Anwendung ökologische Schäden verursachen, die ihre Klimagasersparnis bei der Anwendung wieder zunichte machen.
 
Der AKU fordert deshalb

 

  • keine erneuerbaren Energien einzusetzen, deren Gewinnung um den Preis öklogischer Schäden erfolgt
  • erneuerbare Energien dort anzuwenden, wo sie jeweils die beste Energiebilanz aufweisen
  • den klimagerechten Anbau von Bioenergien als Maßstab für den Einsatz anzulegen (Kohlenstoffspeicherung, Humusaufbau, Vermeidung von Lachgasemmissionen)
  • die Verwendung biogener kommunaler Reststoffe wie Landschaftspflegematerial, Laub aus städtischen Parks, Klärschlamme und –gase bei der Novellierung des EEG gegenüber dem Einsatz von Pflanzenmasse, die auch zur Lebensmittelerzeugung dienen können, zu begünstigen.
 
Kommunale Netzwerke

Klimaschutz muss freiwillig gelebt und kann nicht einfach nur verordnet werden. Deshalb bauen wir auf die Kreativität und die vielfältigen Kompetenzen der Menschen vor Ort in den Kommunen, um die hier konkret vorhandenen Potentiale für erneuerbare Energien, Energieeinsparmaßnahmen und innovative Technologien zu verwirklichen. Dabei gilt es auch, das Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung, insbesondere für eine flächen- und ressourcensparende Ortsplanung sowie für Verkehrsvermeidung zu schärfen. Wir wollen aus diesem Grund kommunale Netzwerke stärken und lokale Klimaschutzprojekte unterstützen – vor Ort Hand in Hand mit Kommune, Land- und Forstwirtschaft, Handwerk, Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie.       

 
 
 
Wir brauchen ein dichtes Netz kommunaler Beratungsstellen und privater Energieberater, damit klimabewusstes Verhalten in konkrete Projekte münden kann. Solche Beratungsdienste sind vom Staat verstärkt zu fördern.
Der AKU schlägt darüber hinaus vor, im Rahmen der Kommunalen Agenda 21 über die bereits laufenden Aktivitäten hinaus zusätzliche Kommunen beim "European Energy Award" sowie der Aufstellung eines lokalen Klimaschutzkonzepts zu unterstützen und neue Mitglieder in das Lernnetzwerk "Nachhaltige Bürgerkommune" aufzunehmen.
 
Quelle: Beschluss AKU - Landesvorstand

 

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