Besichtigung des Innkraftwerkes in Rosenheim

am Samstag, 16 März 2013. veröffentlicht in Energiegewinnung, Energiewende, Stromnetze, Umweltschutz / Klimaschutz, Veranstaltung

Das Innkraftwerk Rosenheim wurde von 1957 bis 1960 erbaut und am 23. 06. 1960 in Betrieb genommen und erzeugt bei einer Maximalleistung von 39MW jährlich etwa 180.000 MWh elektrische Energie. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von ca. 45.000 Vierpersonen Haushalten.

Der Ausbaugrad des Innkraftwerkes wird vom Betreiber als sehr gut angesehen, sodass derzeit keine Modernisierungsmaßnahmen an den Turbinen und Generatoren geplant sind. Durch größere Investitionen liesen sich allerdings 2-3% mehr Leistung durch eine Steigerung des Wirkungsgrades erzielen und durch eine Anhabung des Stauzieles um weitere 5-10%. Dabei würde das Oberwasserniveau um ca. 50cm angehoben werden, was zu einer höheren Fallhöhe des Wassers führen würde. Dies würde allerdings auch Nachteile für Kraftwerke flussabwärts mit sich bringen, denn diesen würde dadurch das Oberwasser verknappt werden.

Der Klimawandel lässt sich indes bereits heute anhand der Leistungskurven eines Jahres nachweisen, da sich diese im Vergleich zu den 1960er Jahren etwas in die Herbstmonate verschoben hat,  weil hier nun mehr Niederschläge erfolgen. Darüber hinaus unterliegt die Leistungskurve seit einigen Jahren auch verstärkten kurzzeitigen Schwankungen aufgrund des Einflusses der Pumpspeicherkraftwerke in Österreich.

Der Betreiber, die VERBUND Innkraftwerke GmbH, ist neben dem Betrieb der Staustufe auch dazu verpflichtet, den Hochwasserschutz zu gewährleisten sowie die Uferbeiche flussauf und-abwärts zu pflegen. Dabei rechnet der VERBUND wegen der abschmelzenden Gletscher mit weniger Hochwasserperioden, aber mit einer stak zunehmenden Anzahl von lokalen Hochwassereinrissen. Beim Thema Biber ist der Kraftwerksbetreiber zwiegespalten. Denn der Biber bedeutet erhebliche ökologische Probleme in bezug auf den Baumbestand. Er hat jedoch gegenwärtig keine allzunegativen Auswirkungen auf den Betrieb des Kraftwerkes. Da der VERBUND allerdings auch für den Erhalt der Innuferbereiche zuständig ist, müssen gelegentlich vom Biber abgeschnittene Seitengänge wieder freigeräumt oder mit Hilfe von Pumpenanlagen einer Anhabeung des Grundwasserspiegels entgegengewirkt werden. Dies sind häufig erhebliche finanzielle Belastungen. Der VERBUNG investiert dabei stark in die Schaffung von naturnahen Rückzugsgebieten für Fischfauna in Buchten oder in Fischtreppen an den Staustufen.

Insgesamt wurden zum Erhalt der Innufer sowie dem Hochwasserschutz von seiten der Verbund AG seit 2005 bereits 10 Millionen Euro investiert und diese Investition wird in den nächsten Jahren noch weiter steigen.

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