Arbeitskreis Umwelt informiert über Chancen in den Konjunkturpaketen

am Donnerstag, 24 Juni 2010. veröffentlicht in Energiegewinnung, Breitbandausbau, Verbraucherschutz, Gebäudesanierung, Energiewende, Stromnetze, Wasser, Landesentwicklung

Höslwang – Der Arbeitskreis Umwelt der CSU Rosenheim informierte gemeinsam mit Energieberater Roland im Rahmen eines Diskussionsabends im Gasthaus Gehrlein in Höslwang über die Möglichkeiten einer energetischen Gebäudesanierung und die Chancen die dabei aus den Konjunkturpaketen erwachsen.

Arbeitskreis Umwelt informiert über Chancen in den Konjunkturpaketen









v. links: Peter Mayer (Stellv. AKU Kreisvorsitzender),...

Höslwang – Der Arbeitskreis Umwelt der CSU Rosenheim informierte gemeinsam mit Energieberater Roland im Rahmen eines Diskussionsabends im Gasthaus Gehrlein in Höslwang über die Möglichkeiten einer energetischen Gebäudesanierung und die Chancen die dabei aus den Konjunkturpaketen erwachsen.

Arbeitskreis Umwelt informiert über Chancen in den Konjunkturpaketen









v. links: Peter Mayer (Stellv. AKU Kreisvorsitzender), Dipl. Ing. Roland Mang, Dr. Georg Kasberger (AKU Kreisvorsitzender)


Die beiden Konjunkturpakete, welche im Dezember 2008 und Februar 2009 beschlossen wurden, beschränken sich nicht nur auf die umstrittenen Punkte: „Abwrackprämie“ und Neuregelung der KFZ-Steuer. Im Gegenteil, die Konjunkturpakete umfassen viele über alle Parteigrenzen hinweg unumstrittene Punkte wie die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes und die Maßnahmen zur Förderung der energietechnischen Sanierung des teils stark renovierungsbedürftigen Gebäudebestandes in Deutschland. Über letzteren Punkt informierte der Arbeitskreis Umwelt der CSU Rosenheim im Gasthaus Gehrlein in Höslwang. Der rosenheimer Energieberater Dipl. Ing. Roland Mang referierte hierzu sowohl über die technischen Möglichkeiten als auch über die entsprechenden Fördermöglichkeiten. Er stellte heraus, dass vor dem Beginn einer Renovierungsarbeit ein Energieberater konsultierte werden sollte. Dieser vergleicht dann das Energieeinsparpotential für verschiedene Einzel Renovierungsmaßnahmen sowie von Paketen mit mehreren Sanierungsmaßnahmen miteinander und kann dann Ratschläge über den Sinn und Unsinn einzelner Maßnahmen geben. Finanzielle Unwegsamkeiten können so gleich zu Beginn der Sanierung vermieden werden. Er stellte klar, dass sich alle sinnvollen Sanierungsmaßnahmen binnen weniger Jahre rechnen und danach den Geldbeutel spürbar entlasten. In Anbetracht der Tatsache, dass die Preise für fossile Brennstoffe in den kommenden Jahren weiter steigen werden ist dies besonders attraktiv. Diesbezüglich sollte man sich nicht vom sinkenden Ölpreis irritieren lassen, denn dieser Preisrückgang ist einzig und alleine der Weltwirtschaftskrise geschuldet und der Preis wird nicht dauerhaft so niedrig bleiben. Deshalb sollte man die niedrigen Preise für fossile Brennstoffe als vielleicht einmalige Chance für eine kostengünstigere Renovierung begreifen. Besonders großes Energieeinsparpotenzial liegt dabei im Austausch von alten Fenstern und Außentüren, von alten Heizungsanlagen mit niedrigem Wirkungsgrad sowie der Anbringung einer Außenisolierung. All diese Maßnahmen sind im Rahmen des Konjunkturpaketes I förderungsfähig. Förderungen können dabei als direkter Zuschuss oder auch als zinsgünstiges Darlehen der bundeseigenen KfW erfolgen. Im Laufe der ausgesprochen regen Diskussion verteilte Herr Mang auch individuelle Ratschläge an die Anwesenden Über alle Altersgrenzen hinweg zeigte sich ein großes Interesse an erneuerbaren Energien und der damit angestrebten Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Besonders das aktuell unter Führung der Münchner Rückversicherung geplante solarthermische Kraftwerk in der Sahara, welches zukünftig etwa 10-15% des europäischen Strombedarfes decken soll stand dabei im Mittelpunkt des Interesses. Die einhellige Meinung war hier aber, dass wir auch in Zukunft ein gewisses Maß an Energieautonomie behalten müssen und deshalb einheimische Möglichkeiten der Stromerzeugung niemals ganz aus den Augen verlieren dürfen. Genau dies bietet eine große Chance für die Forschung und Wirtschaft in Deutschland. Beide arbeiteten unter Hochdruck daran, in einigen Jahren hocheffizienten Photovoltaikmodule zur Marktreife zu bringen, um die von der Sonne gelieferte Energie in größerem Maße für uns nutzbar zu machen.

 

Autor: Peter Mayer jun.

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