Klimaschutz und Kommunen - Flächen-Management und Gebäude

am Donnerstag, 27 Oktober 2011. veröffentlicht in Gebäudesanierung, Energiewende, Umweltschutz / Klimaschutz

Flächen-Management

Viele Städte und Dorfkerne sind inzwischen geprägt von leer stehenden Wohn- und Geschäftsgebäuden. Durch die Ansiedlung von großen Geschäftseinheiten im Umfeld der Ballungsräume verlieren die Dorf- und Stadtkerne an Attraktivität, die Einkaufsströme verlagern sich in das Umland der Städte. Dadurch erhöht sich zum einen das Verkehrsaufkommen, vor allem werden aber auch große Flächen verbraucht.
Der AKU fordert deshalb, ein langfristiges Flächen-Management in den Kommungen zu entwickeln und der Innenentwicklung Vorrang einzuräumen. Mit Anreizen zur Bebauung von Baulücken, der Förderung flächensparender Bauformen und Anreizen zur Nutzung bestehender Gebäude kann ausufernder und energieintensiver Flachennutzung entgegen gewirkt werden.

Gebäude

 
Experten schätzen das CO2-Einsparpotential in Wohngebäuden und gewerblich genutzten Gebäuden auf mindestens 30 %. Die Nutzung dieser Potenziale wollen wir nachdrücklich unterstützen, insbesondere durch Beratung und finanzielle Förderung sowie durch vorbildhafte Maßnahmen bei den staatlichen Liegenschaften. Dabei muss der Energieeinsatz und die Energieeffizienz über den gesamten Lebensweg eines Bauwerks berücksichtigt werden. In der Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäudebereich sehen wir enorme wirtschaftliche Chancen für Handwerksunternehmen, die wir konsequent nutzen wollen.
 
Ein erhebliches Potenzial für kostengünstigen Klimaschutz liegt in den privaten Haushalten: Erneuerbare Energien für Heizung und Warmwasser, erweiterte Abschreibungsmöglichkeiten für Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebereich und eine gerechte Aufteilung der Investitionskosten für Wärmedämmung und Heizungserneuerung zwischen Vermieter und Mieter. Auch im gewerblichen und industriellen Sektor kann noch viel Energie eingespart und damit die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden. Staat und Kommunen müssen hier eine Vorbildfunktion übernehmen.
 
Der AKU fordert deshalb, dass neben den Anreizen für Industrie und private Haushalte die Kommunen als Vorbild vorangehen und Maßnahmen zur CO2-Minderung bei kommunalen Liegenschaften ergreifen.
 
 
 
  • Gutes kommunales Energiemanagement senkt den Energieverbrauch um mindestens 10%:
    • Überprüfung der Regelungstechnik bei Heizungen und Stromverbrauch in kommunalen Gebäuden,
    • Schulung der Gebäude- und Energieverantwortlichen
    • Monatliche manuelle Ablesungen!
  • Nutzung von Wärmelieferverträgen ("Contracting"): Ein externes Unternehmen investiert in Wärmedämmung und neue Heizung. Bezahlt wird die Wärme. Eingesparte Betriebskosten finanzieren Investition.
  • Einsparung von Wärmeenergie durch eine verbesserte Gebäudedämmung an kommunalen Gebäuden
  • Gemeinden als Vorbild: Klimaschutz als Kriterium bei Ausschreibungen
  • Stromverbrauch bei Ersatzinvestitionen senken, zum Beispiel bei der Straßenbeleuchtung
  • Investitionsfreundliche Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien
  • Informationsangebote im Rathaus
 


Quelle: Beschluss AKU - Landesvorstand

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