Forderungen des AKU zur Stärkung des ländlichen Raumes

am Dienstag, 20 Juli 2010. veröffentlicht in Breitbandausbau, Wasser, Landesentwicklung

„Wir werden die GAK aufstocken und mit Blick auf die Bergregionen fortentwickeln. (...).Die ländlichen Räume müssen mit gezieltem Regionalmanagement und Regionalmarketing ihr Profil schärfen.(…) Wir werden die bislang noch nicht versorgten ländlichen Gebiete mit Breitbandtechniken anschließen und deren Leistungsfähigkeit schnell ausbauen. Genauso wie Kommunalstraßen, Wasser- und Abwasserleitungen gehören heute auch Breitbandkabel zur Daseinsvorsorge und sind ein wichtiger wirtschaftlicher Standortfaktor. Durch unsere Breitbandoffensive wollen wir die Gemeinden bei ihren Konzepten zur Versorgung des ländlichen Raums mit Breitbandanschlüssenunterstützen.“
(Regierungsprogramm CDU/CSU)
Analyse:
Im Wettbewerb guter Standorte entscheiden gesunde Natur, reiches kulturelles Angebot und attraktive regionale Besonderheiten. Immer mehr Menschen suchen Ruhe. Naturräume gewinnen einen besonderen Wert. Die Erhaltung der Artenvielfalt und der Kulturlandschaften ist daher ein zentrales Anliegen. Die bäuerliche Landwirtschaft ist Voraussetzung für den Erhalteines lebendigen und lebenswerten ländlichen Raums.
Ländliche Räume müssen für junge Familien eine Perspektive bieten. Dazu müssen Dörfer
und Kleinstädte eine attraktive Infrastruktur von Bildungseinrichtungen bis Breitbandinternet bieten.

Landwirtschaft und Landnutzung im ländlichen Raum muss klimafreundlich gestaltet werden. Dazu eignen sich fünf Strategien: Die Anreicherung von Bodenkohlenstoff, die Schaffung von Anbausystemen mit hohem Kohlenstoffgehalt, die Förderung einer klimafreundlichen Viehhaltung, der Schutz bestehender Kohlenstoffspeicher in natürlichem Wald – und Grasland sowie die Wiederherstellung der Vegetation in degradierten Gebieten.
Forderungen:
  1. Die europäische Förderung ländlicher Räume verstärkt für Agrarumweltprogramme und den Erhalt unseres natürlichen Erbes nutzen.
  2. Aufstockung und Öffnung der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur für diese Zwecke
  3. Einbeziehung des Bereichs Klima- und Naturschutz in die Fördertatbestände wie z.B. Moorschutzprogramme, Umweltberatung, extensive Weidehaltung oder Natura 2000- Ausgleichszahlungen
  4. Agrarumweltprogramme auf mehr ökologische Effizienz und deren Klimarelevanz sowie Förderung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft auf regionaler Ebene ausrichten
  5. Europäische Landschaftskonvention ratifizieren
  6. Lebensmittelimitate eindeutig kennzeichnen

Autor: Beschlussfassung der AKU-Landesversammlung 2009

Read more http://aku-rosenheimland.blogspot.com/2010/07/forderungen-des-aku-zur-starkung-des.html

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast.