Verbraucherschutz

Forderungen des AKU zum Lärmschutz

am Dienstag, 10 August 2010. veröffentlicht in Verbraucherschutz, Landesentwicklung

„Lärm kostet Lebensqualität und schadet der Gesundheit. Die Lärmbekämpfung mussvorrangig an der Quelle erfolgen. Wir fordern, dass die geltenden Lärmsanierungswerteabgesenkt werden. Wir sprechen uns für die Fortführung der Bundesmittel für Lärmsanierung über das Konjunkturprogramm hinaus aus.“
(Regierungsprogramm CDU/CSU)
Analyse:
Gut zwei Drittel der Bevölkerung sind in Deutschland vom Umgebungslärm betroffen, etwa ein Drittel durch Fluglärm. Seit 2007 werden Lärmkarten und Aktionspläne für die 27 großen Ballungsräume, Großflughäfen und Haupteisenbahnstrecken erstellt. Bis 2012/13 kommen zahlreiche weitere Verkehrsstraßen, Bahnstrecken und Ballungsräume hinzu.

Forderungen des AKU zur Abfallentsorgung und zum Recycling

am Dienstag, 03 August 2010. veröffentlicht in Verbraucherschutz, Landesentwicklung

„Vorrang hat die Abfallvermeidung.(…) Ein besonderes Anliegen ist uns bei der Verpackungsverordnung eine Stabilisierung des Mehrwegsystems, das ökologisch wertvoll und effizient ist.“
(Regierungsprogramm CDU/CSU)
Analyse:
Abfälle sind Rohstoffe. Das Haushaltsabfallaufkommen liegt bei 500 kg pro Einwohner (2005), mit einer Verwertungsquote von lediglich 64%. Die Verwertungsquoten bei gewerblichen Abfällen liegt mit 40% (2005) noch klar darunter. Deutlich wird: Bisher ist nur der Einstieg in eine echte Kreislaufwirtschaft erreicht worden. Auch das Pfand auf ökologisch nachteilige Einwegverpackungen hat zwar zur Sauberhaltung der Landschaft beigetragen, aber
den Mehrweganteil nur bei Bier stabilisieren können. Die Mehrwegquote bei allen Getränkeverpackungen lag bereits Ende 2008 bei nur noch 48% und ist weit von der vorgegebenen 80%-Marke entfernt. Der Mehrweganteil alkoholfreier Getränke beträgt nur noch 28%. Eine weiter sinkende Mehrwegquote gefährdet die Mehrwegsysteme insgesamt.

Forderungen des AKU zur Gentechnik

am Dienstag, 27 Juli 2010. veröffentlicht in Verbraucherschutz, Umweltschutz / Klimaschutz, Landesentwicklung

„Politik muss die Sorgen der Bürger bei grüner Gentechnik ernst nehmen und darf keine unnötigen Risiken eingehen.“
(Regierungsprogramm CDU/CSU)
Analyse:
Leitlinie für die Forschung und Entwicklung von gentechnisch veränderten Organismen sollte ein werteorientierter, umweltbewusster Fortschritt sein. Im Sinne der Bürgergesellschaft sind dazu Transparenz und die Orientierung am Vorsorgeprinzip sowie an einer nachhaltigen Landwirtschaft unabdingbar. Wir wollen an der grünen Gentechnik weiterforschen. Der Anbau im Freiland ist jedoch beim jetzigen Kenntnisstand nicht zu verantworten.

Forderungen des AKU zum Wasserschutz

am Montag, 19 Juli 2010. veröffentlicht in Verbraucherschutz, Wasser, Landesentwicklung

„Die Versorgung der Bevölkerung und Industrie mit Trinkwasser sowie die Entsorgung des Abwassers sind Aufgaben der Daseinsvorsorge….“

(Regierungsprogramm CDU/CSU)
Analyse:
Von den 90 Mrd.m³ Wasserverbrauch in Deutschland wird der größte Teil von der Industrie als Brauch- und Kühlwasser verwendet. 13 % werden als Trinkwasser für die öffentliche Wasserversorgung benötigt. In Deutschland muss die gesicherte Wasserver- und Abwasserentsorgung als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge selbstverständlich bleiben. Die schlechten Erfahrungen mit einer Vollprivatisierung, wie zum Beispiel in Großbritannien, zeigen, dass Deutschland auf dem richtigen Weg ist.

Die Wasserrahmenrichtlinie der EU ist Ende 2000 in Kraft getreten. Sie fordert bis 2015 für alle Gewässer einen guten ökologischen Zustand hinsichtlich Wasserqualität, naturnaher Gewässerstruktur, Durchgängigkeit und Wasserhaushalt. Die Umsetzung tritt in eine zentrale Phase: Bis Ende 2009 sind nationale Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne fürdie zehn zentralen Flussgebiete zu erstellen und abzustimmen.
Gesunder Waldboden ist ein riesiger Wasserspeicher, der ohne zusätzliche Aufbereitungsofort als Trinkwasser genutzt werden kann. Stabile, standortgemässe Mischwälder sichern sauberes Trinkwasser. Besondere Beiträge für den Grundwasserschutz müssen stärker honoriert werden.

Forderungen des AKU zum Bodenschutz

am Dienstag, 06 Juli 2010. veröffentlicht in Verbraucherschutz, Umweltschutz / Klimaschutz, Wasser, Landesentwicklung

„Die Wiederverwendung bereits genutzter Flächen muss Vorrang vor Flächenverbrauch haben.“
(Regierungsprogramm CDU/CSU)
Analyse:
Täglich werden in Deutschland 93 ha Landschaft für Siedlungen, Gewerbe und Verkehr neu überbaut. Diese Fläche muss deutlich vermindert werden, um nicht offenen Boden unwiederbringlich zu zerstören. Kommunen können sich flächensparend weiter entwickeln, indem sie:
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