Die Nahversorgung darf nicht ausschließlich auf das Auto bauen.

am Dienstag, 19 April 2011. veröffentlicht in Verbraucherschutz

Der Zukunftsrat der bayerischen Landesregierung empfiehlt „die Verkehrsanbindung des ländlichen Bereichs in Bayern an die wirtschaftlichen Zentren zu verbessern. So ist das Streckennetz im Liniennahverkehr zwar ähnlich groß wie in Baden-Württemberg, im Pro-Kopf- Vergleich sind es jedoch fast 20 Prozent weniger Streckenkilometer. Durch eine bessere Anbindung könnte die ländliche Bevölkerung nicht nur an der wirtschaftlichen Stärke der Zentren partizipieren, sondern auch durch Zugang zu Bildung und Kultur wesentlich die Lebensqualität steigern."
Der Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung unterstützt diese Forderung. Das Ineinandergreifen der verschiedenen Verkehrsträger (z.B. bessere Umsteigemöglichkeiten vom Auto in die Bahn) und die Tarifsysteme müssen verbessert werden. Landesweit läuft ein Trend zur Auslagerung von Einzelhandelsgeschäften an die Ortsränder. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der bayerischen Bevölkerung. Die Vorgaben der Landesplanung müssen sicher stellen, dass Einrichtungen des täglichen Bedarfs mit dem öffentlichen Nahverkehr oder fußläufig erreichbar sind. Aus diesem Grund lehnt der Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung auch eine Aufweichung der Vorgaben für Einzelhandelsgroßprojekte außerhalb zentraler Lagen ab. Ebenso lehnen wir die Lockerung der Anbindepflicht neuer Bauwerke an bestehende Ortslagen ab. Das Marktgeschehen würde rasch zu zusätzlichem Flächenverbrauch und Zersiedelung führen.

Beschluss der AKU-Kreisvorsitzendenkonverenz

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