Neue Energieträger sichern die Zukunft der Mobilität – Strom und Wärme aus Algen

am Dienstag, 13 April 2010. veröffentlicht in Wasserstofftechnologie, Mobilität

Mit Algen kann man nicht nur, wie letzte Woche geschildert Wasserstoff gewinnen, sondern auch Biomasse. Dazu werden wegen der benötigten Lichteinstrahlung riesige Flächen benötigt. Um allerdings die Konkurrenz zwischen Nahrungsmittelproduktion und Energiegewinnung zu vermeiden sollte man auf Regionen ausweichen, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden. Die Zucht von Algen benötigt jedoch gemäßigte Temperaturen.

 

Das bedeutet, dass Wüsten dafür zu heiß sind. Es existieren aber genug Flächen an Küsten und auf hoher See die zur Algenzucht bestens geeignet sind. Die herangezüchteten Algen werden geerntet und zum Beispiel in Biogasanlagen vergast und schließlich verstromt. Eine derartige Energiegewinnung ist jedoch nur dann energetisch sinnvoll, wenn man neben der generierten elektrischen Energie auch noch die abfallende Wärme verwenden kann. Dies führt jedoch zu einer neuen Art der Energieversorgung, weg von großen zentralen Kraftwerken mit einer Leistung im Gigawatt Bereich, hin zu kleineren regionalen Einheiten, die wohnortnahe Strom und Wärme erzeugen. Dazu muss man den Ort der Vergasung vom Ort der Energiegewinnung trennen. Für den Transport des Biogases könnte man die heute bereits bestehende Erdgas-Infrastruktur nutzen. Pipelines die bisher fossile Energieträger befördern, sind dann kein Relikt aus der Vergangenheit mehr, sondern werden zur grünen Lebensader unserer Gesellschaft.

 

Autor: Peter Mayer jun.

 

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